Die Ukraine hat ein grosses Reservoir an landwirtschaftlichen Produkten, wie zum
Beispiel Getreide, Zuckerrüben, Sonnenblumenkörner, Gemüse, Fleisch
und Milch. Die Hauptindustrien sind Kohle, Energieverteilung und –transport, Eisen
und Nicht-Eisen-Metalle, Maschinen und Förderanlagen, Chemie und Lebensmittelprodukte,
speziell Zucker sowie petrochemische Podukte.
Die wichtigsten Importe
sind Energie, Maschinen und Anlagen, Chemie. Die hauptsächlichsten Investitionssektoren
sind Dienstleistungen, Textil, Chemie, Lebensmittel, Verpackung, Maschinen und Energie-Anlagen.
Die Vorteile für schweizerische Wirtschaftsinteressenten
Humanressourcen (hoch ausgebildet, tiefe Kosten)
Offener Arbeitsmarkt
Basis für Forschung und Entwicklung (hervorragend ausgebildete Fachleute)
Basis für Informatik-Applikationen
Basis für klinische Reihenverfahren
Expandierender Absatzmarkt ( nicht nur UA, sondern auch GUS durch grenzüberschreitende GOST Verfahren)
Tiefe Betriebskosten
Herausforderung
Es wäre falsch zu behaupten, dass es keine Fallstricke gäbe. Die Ukraine
bleibt auch für die nächste Zeit herausfordernd. Der Markteintritt benötigt
sorgfältige Vorbereitungen. Grundlagen für Erfolge sind zielgerichtete
und detaillierte Studien, incl. der sorgfältigen Suche nach Partnern. Ebenso
ist nicht jedes westliche Erfolgsprodukt auch ein Erfolg in der Ukraine.
Das Geschäftsumfeld benötig noch viele Verbesserungen, insbesondere in
den Bereichen Steuern, abrupten Aenderungen im Gesellschaftsrecht, illiquide Kapitalwelt,
Bürokratie. Ein weiteres Hauptproblem ist die mangelnde Zahlungsmoral.
Zur Zeit herrscht eine Liquiditätsengpass, Firmen werden nicht bezahlt, resultierend
in Konkurs. Zahlungsmoral und Zahlungsfähigheit herauszufinden ist eine der
Hauptaufgaben.
Schritt nach Schritt erfolgen jedoch Verbesserungen im
geschäftlichen Umfeld. Der Druck vom Aufnahmewunsch in die WTO, sowie der internationalen
Geschäftswelt in der Ukraine, der Wunsch nach engerer Zusammenarbeit mit der
EU, zeigt Erfolge.
Nicht zu verschweigen auch:
Kulturelle Unterschiede
Sprachbarriere
Die manchmal grösser sind als angenommen.
Erfolgsfaktoren
Finde den zuverlässigen Partner
Der richtige Partner ist eigentlich
zwingend notwendig. Egal in welcher Form man in den Markt eintritt, der lokale „Pfadfinder“
hilft im Verständnis für die Geschäftswelt, erklärt die „do’s
and dont’s“, zeigt Mittel und Wege innerhalb der Gesetze und Regeln und führt
den „Ausländer“ in die nötigen Zirkel ein.
Fange langsam
an
Die meisten ausländischen Firmen beginnen klein, mit Recht.
So zum Beispiel mit einem lokalen Partner, der die Güter in den Markt bringt.
Dann kennt man sich und baut weiter aus, der nächste Schritt ist vielleicht
eine Repräsentanz, dann eine kleine Produktionseinheit, dann die weitere Expansion.
So minimiert man das Risiko und maximiert den Langzeit-Erfolg.
Suche
nach langfristigen, überlebensfähigen Kunden
Geliefert ist
schnell, aber Zahlungseingänge sind mehr als langsam. Daher laufen die meisten
Geschäfte auf der Basis „Cash on Delivery“, oder bar auf die Hand, mit den
damit verbundenen Nachteilen.
Trotzdem ist es absolut notwendig, einen
Eindruck über Zahlungsfähigkeit des Kunden zu erhalten. Diesen Nachweis
zu bekommen, ist nicht immer leicht. Man muss sich ein weitreichendes Kontaktnetz
aufbauen, um den Gefahren von insolventen Kunden zu entgehen. Kontakte in Banken,
Industrien, oder Regierungsstellen können hilfreich sein.
Es gilt
jedenfalls immer eine gute Balance zwischen Lieferung und Bezahlung zu finden, mehr
als in vielen westlichen Ländern.